Wir brauchen Ihre Mithilfe!

 

Die Regionalgruppe betreut ein sehr großes aber auch interessantes Gebiet. Über die Jahre haben sich verschiedene Themenfelder herauskristallisiert, die die Geschäftsstelle und Aktive bearbeiten.

 

Durch den Alpenanteil kommen hier Vögel vor, die anderswo nicht leben können - beispielsweise der Steinadler - oder bei früheren Nachstellungen ausgerottet wurden - z.B. Uhu und Wanderfalke. Hier schauen wir nach dem Bruterfolg und ob man für die einzelnen Reviere der Felsbrüter etwas verbessern kann.

 

Andere Vögel sind erst seit kurzem bei uns - beispielsweise Schwarzstorch und Rotmilan - und durch Windkraft oder Unwissenheit bei Forstarbeiten bedroht. Diese Großvögel werden von der Großvogelgruppe betreut. Hierzu gehören auch die Störche, aber aufgrund ihrer vielfältigen Berührungspunkte mit uns Menschen haben wir ihnen ein eigenes Kapitel gewidmet. Auch andere Gebäudebrüter leben in Menschennähe, haben aber oft keine so gute Lobby wie der Storch. Dazu gehören auch die Fledermäuse.

 

Im regenreichen Alpenvorland finden sich auch viele Seen und Flüsse mit verschiedenen Wasservögeln. Vor allem im zeitigen Frühjahr kümmern wir uns um die Wanderung von Amphibien, damit diese nicht im Straßenverkehr umkommen.

 

Letztlich versuchen wir auch Flächen zu erwerben und mit geeigneter Pflege für die verschiedenen Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum zu erhalten. Die Landschaftspflege von etwa der Hälfte unserer momentan 100 Hektar Grundbesitz können und wollen wir nicht alleine bewerkstelligen. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gibt es noch eine funktionierende (kleine, extensive) Landwirtschaft. Der LBV stellt die Flächenpflege durch Landwirte vertraglich sicher. Diese rufen Fördermittel für die LBV-Flächen nach geleisteter Arbeit direkt ab. Aber Theorie und Praxis sind oft unterschiedlich. Kein Wunder, dass diese Form der Landbewirtschaftung vom Aussterben bedroht ist, weil die junge Landwirtsgeneration lieber auf riesigen Fahrzeugen riesige Flächen bewirtschaften möchte. Das Verstehen bringt uns dazu, das zu schätzen, was wenige Landwirte noch für uns und den Artenschutz leisten. Um das zu verstehen pflegen wir einen kleinen Teil - etwas mehr als 5 Hektar - selbst.

Die andere Hälfte ist übrigens Lebensraum, der sich selbst entwickeln darf. Ein bißchen Wildnis in unserer Kulturlandschaft.

 

 

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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