Fledermausexkursion in die Weilheimer Au

Zweifarbfledermaus (Foto: Wimmer)
Zweifarbfledermaus (Foto: Wimmer)

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) veranstaltet im Rahmen der European Batnight am Samstag, 26. August eine kostenlose Abendexkursion zu den Fledermäusen in der Weilheimer Au. Der Gebietskenner und Wildtierbiologe Dr. Knut Neubeck leitet diese Exkursion, bei der erst die Fledermaus-Quartiere besichtigt werden. Eine Stunde später kann man die Fledermäuse bei der nächtlichen Jagd beobachten. Die Rufe dieser geheimnisvollen Säugetiere werden mittels einem Bat-Detector hörbar gemacht.

 

Treffpunkt ist um 19.00 Uhr in Weilheim an der südl. Fußgängerbrücke über die Ammer. 2. Treffpunkt für die Fledermaus-Beobachtung ist an gleicher Stelle um 20.00 Uhr. Evtl. Stirnlampe mitbringen, Ende ca. 21.00 Uhr.

 

 

LBV-Stand beim Kulturknall-Festival in Murnau

Wie jedes Jahr waren wir mit einem Infostand und Kinder-Basteln beim Kulturknall am Sa./So., 22./23.07. dabei. Unser Thema war diesmal der Waldkauz - der Vogel des Jahres. Dazu gab's neben Infos, Eulen-Deko, und zwei Waldkauz-Präparate auch viele passende Bastel-Angebote, wie z. B.: Zapfenkäuze, Filzeulen und Gesichtsmasken.

Der Basteltisch wurde von den Kindern regelrecht belagert, so dass uns zum Schluss teilweise das Material ausging. Auch das Gewitter Samstag-Nacht trübte die Stimmung nicht - es war wieder eine rundum gelungene Veranstaltung.

Susanne Freiknecht (li.) und Paula Brenner helfen den Kindern beim Eulen-Basteln (Foto: Wegmann)
Susanne Freiknecht (li.) und Paula Brenner helfen den Kindern beim Eulen-Basteln (Foto: Wegmann)
Monika Kornherr (re.) wird mit kleinen Geschenken als Kindergruppenleiterin verabschiedet. Alexandra Rieg (li.), unsere Schriftführerin, bedankt sich bei ihr Foto Wegmann).

NABU-Reisegruppe erlebt Natur im Werdenfelser Land und darüber hinaus

Michael Schödl (Bildmitte) erläutert der Gruppe das GlücksSpirale-Projekt der LBV-Regionalgruppe zum Wachtelkönig (Foto: Neunaber)
Michael Schödl (Bildmitte) erläutert der Gruppe das GlücksSpirale-Projekt der LBV-Regionalgruppe zum Wachtelkönig (Foto: Neunaber)
Martin Kleiner (rechts) unterwegs ins "Reich des Steinadlers"
Martin Kleiner (rechts) unterwegs ins "Reich des Steinadlers"

Begeistert zeigte sich eine Reisegruppe des Naturschutzbundes (NABU) aus Niedersachsen, deren Reise vom Landesbund für Vogelschutz e.V. (LBV) - dem bayerischen Partnerverband des NABU - mitgestaltet wurde.

Unter fachkundiger Leitung wurden dabei, ausgehend vom Standort Grainau, am Fuße der Zugspitze, besonders spannende Lebensräume erkundet: Michael Schödl LBV-Gebietsbetreuer für Isar und Karwendel, zeigte der Gruppe die Isar mit ihrem riesigen Kiesbett und an diesen extremen Lebensraum angepassten Tieren und Pflanzen.

Eine Abendwanderung führte an den Rand des Murnauer Mooses, dem bedeutendsten Moor Süddeutschlands. Es ist Heimat zahlreicher Arten, deshalb lag der Schwerpunkt diesmal auf dem in Bayern vom Aussterben bedrohten Wachtelkönig. Der spät brütende Zugvogel hat hier noch sein größtes Vorkommen. Das untersuchte der LBV heuer im Rahmen eines GlücksSpirale-Projektes besonders intensiv. Die letzten Vögel und deren Junge sind noch da und auch zum Schutz dieser Wiesenbrüter werden viele Wiesen im Murnauer Moos erst sehr spät gemäht.

Ein Höhepunkt der Tour war die Beobachtung eines Steinadlerhorstes unter Leitung von Martin Kleiner und ein Rundgang um das Ettaler Weidmoos.

Neben Wanderungen durch spannende Waldbereiche, in denen die begleitende NABU-Naturpädagogin Heike Neunaber Märchen und Sagen aus dem Werdenfelser Land und aus Tirol erzählte, wurde auch der Alpenzoo in Innsbruck besucht.

"Nachdem heuer über 100 Personen auf der Warteliste standen für die Naturschutzthemen einer der Hauptgründe sind eine Reise zu buchen, wurde ein Wiederholungstermin 2018 jetzt schon fest ins Jahresprogramm übernommen", so Rüdiger Wohlers, Hauptorganisator vom NABU Niedersachsen. Nähere Informationen unter www.natur-und-reisen.de.

50 Jahre Mitglied beim LBV

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der LBV-Regionalgruppe GAP/WM-SOG werden jedes Jahr Mitglieder für ihre langjährige LBV-Zugehörigkeit geehrt. 

Der 1. Vorsitzende Hans-Joachim Fünfstück besuchte die Jubilare mit 50jähriger Mitgliedschaft, beide aus Oberammergau, um ihnen persönlich zu danken und überreichte dabei neben Urkunde und Abzeichen auch ein kleines Geschenk.

Jubilarin Henriette Gerum, eine rüstige Seniorin, mit Abzeichen und Urkunde (Foto: Fünfstück)
Jubilarin Henriette Gerum, eine rüstige Seniorin, mit Abzeichen und Urkunde (Foto: Fünfstück)
Vorsitzender H.-J- Fünfstück (li.) gratuliert Peter Renner zur 50jährigen Mitgliedschaft.

Aktuelle Umsetzung von NATURA 2000 im Oberland

Regionalgruppenvorsitzender Hans-Joachim Fünfstück (links) mit dem LBV-Artenschutzreferenten Dr. Andreas von Lindeiner (Foto: Schödl)
Regionalgruppenvorsitzender Hans-Joachim Fünfstück (links) mit dem LBV-Artenschutzreferenten Dr. Andreas von Lindeiner (Foto: Schödl)

Natura 2000 feiert Geburtstag und keiner hat es so richtig bemerkt. Dabei hat das europaweite Projekt für den Naturschutz in den letzten 25 Jahres Beachtliches erreicht, wie Dr. Andreas von Lindeiner, LBV-Artenschutzreferent, den zahlreichen Zuhörern im Gasthof Schatten, darunter die Garmisch-Partenkirchener Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer und der Stellvertretende Landrat und Bürgermeister von Farchant, Martin Wohlketzetter (beide SPD), erläuterte. "Wir müssen endlich stolz auf Natura 2000 sein", sagte von Lindeiner. Nach Verabschiedung der beiden EU-Naturschutzrichtlinien, der Vogelschutz-Richtlinie (1979) und FFH-Richtlinie (1992) kommt es jetzt darauf an, durch gutes Management und erfolgreiche Umsetzung die biologische Vielfalt in den benannten Schutzgebieten zu erhalten und zu fördern. Nur so kann das weltweit größte Naturschutzprojekt gelingen.

 

Anhand von bereits erreichten Maßnahmen im Werdenfelser Land verdeutlichte er die Wichtigkeit des Schutzes von seltenen Wildtieren und Pflanzen. Der Vorsitzende der Regionalgruppe Garmisch-Partenkirchen / Weilheim Schongau, Hans-Joachim Fünfstück, sah weiteren Handlungsbedarf: "Trotz aller Erfolge gilt es jetzt Natura 2000 noch bekannter zu machen und die Menschen für die Unterstützung der Vorhaben zu gewinnen. Bei Planungen müssen die Weichen rechtzeitig gestellt werden, um Beeinträchtigungen zu vermeiden." Ganz wichtig ist dabei, "auch land- und forstwirtschaftliche Nutzungen in den Natura 2000-Gebieten so zu gestalten, dass unsere Natur- und Kulturlandschaft in ihrer regionalen Eigenart und ihrem Reichtum bestmöglich erhalten werden kann", so Fünfstück. Viele Natura 2000-Gebiete brauchen bestimmte Formen der Nutzung. So haben viele Vogelarten nur dann eine Chance zu überleben, wenn große, einheitliche Felder vermieden werden. Artenreichtum lebt von der Vielfalt der Fläche.

 

Allerdings betonte Andreas von Lindeiner auch sehr deutlich: "Ein Gegeneinander von Landwirtschaft und Forstwirtschaft auf der einen und Naturschutz auf der anderen Seite darf es nicht geben. Es gebe nur eine Lösung, bei der alle Seiten mit Verständnis gemeinsam die Ziele umsetzen müssen. Denn hier hapere es noch, wie sich in der Diskussion auch zeigte. Die Landwirte haben EU-Vorgaben, die sie einhalten müssen, wenn sie finanziell über die Runden kommen wollen. Hier müsse, so Fünfstück ein finanzieller Ausgleich geschaffen werden, denn Naturschutz darf nicht am fehlenden Geld scheitern. Bereits jetzt erhalten Landwirte einen finanziellen Zuschuss über Vertragsnaturschutzprogramme des Freistaates Bayern. In den schwer extensiv zu bewirtschaftenden NATURA2000-Gebeiten müssen zusätzliche Zuschüsse bereit gestellt werden. Ein Teilnehmer brachte es in der anschließenden Diskussion auf den Punkt. "Touristen mögen die Berge und die Kühe auf den Almen - wenn es die nicht mehr gibt, dann kommen kaum noch Touristen, die hier Natur erleben wollen. Industrie und monotone Felder haben sie daheim oft genug, da brauchen sie nicht mehr in den Landkreis fahren."

 

Mario Fuchs, März 2017

 

 

Nistkästen für den Weilheimer Auwald

Schüler der Praxisklasse Huglfing hängen Nistkästen auf (Foto: Schödl)
Schüler der Praxisklasse Huglfing hängen Nistkästen auf (Foto: Schödl)

In den letzten Jahrzehnten hat Familie Korn viele Nistkästen im Weilheimer Auwald aufgehängt, repariert und gereinigt. Nachdem das nicht mehr möglich ist, hat der Landesbund für Vogelschutz diese Aufgabe übernommen.

Zusammen mit der Praxisklasse der Schule in Huglfing wurden im Winter die Kästen gereinigt. Die Schüler der Praxisklasse kommen aus dem gesamten Landkreis Weilheim-Schongau. In ihrem letzten Schulbesuchsjahr haben sie hier die Möglichkeit, durch gute praktische Leistungen in verschiedenen Betriebspraktika, ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen. Neben der Vorbereitung auf den Mittelschulabschluss engagieren sie sich unter anderem im Bereich Umwelt und Natur. Die Praxisklasse wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Freistaates Bayern finanziert. Die Aufnahmegespräche für das kommende Schuljahr 2017/2018 beginnen demnächst. Interessierte erhalten über die Mittelschule Huglfing 08802 – 359 oder per Mail pk-huglfing@web.de weitere Informationen.

Nahezu alle Kästen waren von Meisen, Kleiber und Star genutzt, wie die Federn oder Eier bewiesen. In einem Kasten wurde das Ei einer Haubenmeise gefunden. Am Nesttyp kann man die Arten grob unterscheiden. Meisen verwenden sehr feines Material wie Haare und Moos. Ihre Nester können dabei den gesamten Kasten ausfüllen. Kleiber dagegen polstern das Nest mit Rindenstücken aus und verkleben den Eingang. Mäuse und Wespen wurden ebenfalls gefunden. „Holzarbeiten zur Wegesicherung im Auwald fallen auch alte Bäume zum Opfer“, so Michael Schödl von der LBV-Regionalgruppe. „Damit fehlen die Höhlen und die Nistkästen bieten einen Ersatz“. Nachdem einige Kästen kaputt waren, bastelten die Schüler der Praxisklasse kurzentschlossen neue. So konnte der Bestand an Kästen im Auwald jetzt bei einer gemeinsamen Aktion ergänzt werden. Rund 40 Kästen stehen somit zum Einzug bereit und die ersten Vögel zeigten sich auch schon interessiert. Die Brutzeit beginnt ja gerade.


„Spannend war, dass auch die Nistkästen rund um die Saatkrähenkolonie mit über 100 Brutpaaren besetzt sind“, findet Michael Schödl. Krähen sind, wie das Eichhörnchen, der Buntspecht und viele andere ja auch Nesträuber. Gerade bei der Saatkrähe sind Jungvögel und Eier nur Gelegenheitsbeute. Die Hauptnahrung sind Würmer, Insekten und der Larvern, sowie Samen, die sie aus dem Boden stechen. Besonders wichtig ist, dass die Saatkrähen im Auwald ungestört brüten können. Wenn man dort in die Kolonie eingreift, wird sie sich aufspalten und zu vielen neuen Kolonien im Stadtgebiet führen.


Bei der Aktion lernten die Schüler, wie und wo man Kästen am besten aufhängt. Dazu kann man auch eine Broschüre unter www.lbv.de kostenlos bestellen. Im Spätherbst geht es dann weiter mit der nächsten Reinigung. Vielleicht wird man dann auch einige Fledermauskästen anbringen.

Die Initiatorin Gerlinde Korn (links), ein Teil der Schüler der Huglfinger Praxisklasse mit Lehrer Werner Baumgartner und Sozialpädagogin Sabine Böse (rechts).

Auszeichnung "Grüner Engel" für Johann Heilbock

Urkundenübergabe (Quelle: homepage Umweltministerium)
Urkundenübergabe (Quelle: homepage Umweltministerium)

Für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement erhielt Johann Heilbock von Umweltministerin Ulrike Scharf die Auszeichnung "Grüner Engel" verliehen.

Wir gratulieren herzlich!

 

 

 

Biber als Schlüsselart der Biodiversität - zum Vortrag von Prof. Dr. Zahner am 10. Oktober

Foto: Prof. Dr. Zahner
Foto: Prof. Dr. Zahner
Prof. Dr. Volker Zahner beim Vortrag in Seehausen/ Gasthof Stern (Foto: Schödl)
Prof. Dr. Volker Zahner beim Vortrag in Seehausen/ Gasthof Stern (Foto: Schödl)

 

Biber sind die größten Landschaftsgestalter in unseren Breiten. Ihre Gestaltungskraft üben sie mit dem Einsatz von Licht und Wasser aus.  Durch ihre Strukturen verändern sie die Heterogenität auf verschiedensten Skalenebenen und erhöhen so die Biodiversität in der Landschaft. Sie werden damit zu Recht als Ökosystem-Ingenieure bezeichnet. Diese Strukturen wirken dynamisch und damit positiv auf Pionierarten, ebenso wie Lebensraum stabilisierend und damit günstig auf Kapazitätsstrategen. Die Aktivitäten von Bibern wirken auf aquatische, wie semiaquatische ebenso wie auf terrestrische Lebensformen und auf die meisten positiv.

 

So schaffen Biber durch ihre Fällaktivitäten Lücken im Wald und am Ufersaum. Diese Lichtschächte begünstigen z.B. bestimmte Fledermausarten, die offene Waldstrukturen bevorzugen. Weiterhin profitieren gewisse Fledermäuse von dem Insektenreichtum, der sich an neuen, vom Biber aufgestauten Gewässern einstellt. Spechte wiederum jagen bevorzugt an liegendem oder stehendem Totholz, das Biber durch Fällung oder Überstau geschaffen haben. An diesen Strukturen finden Spechte Nahrung und später Brutraum. Diese Höhlen könnten wiederum auch von verschiedenen Fledermäusen genutzt werden. Insgesamt betrachteten wir verschiedene Taxa wie Fische, Libellen, Amphibien, Vögel und Fledermäuse.

 

In mehreren Bibergebieten sind wir der Frage nachgegangen auf welche der Parameter welche Tiergruppen besonders stark positiv reagieren. Totholz im Wasser bietet für eine Reihe von Wirbellosenarten ein Makrohabitat und Nahrungsquelle. Fällen Biber Bäume oder zerfallen Biberburgen entstehen Unterwasserstrukturen. Viele Insekten, die von diesen Strukturen profitieren, fallen wiederum in das Nahrungsspektrum von Fischen, Vögeln und Fledermausarten. Den größten Einfluss auf Landschaften und der dort vorkommenden Flora und Fauna haben aber die Biberteiche. Hier verbinden Biber durch ihre permanente Bautätigkeit feuchte Bereiche mit trockenen, dunkle Bereiche mit hellen, womit er Gradienten schafft und damit Nischen. Zusätzlich zu der Betrachtung auf der Mikroebene und der Wirkung auf der Landschaftsebene, wirkt der Biber auch über den Faktor Zeit. Durch eine viele Millionen Jahre lange, gemeinsame Koevolution haben sich einige semiaquatische Arten an die besondere Tätigkeit des Bibers angepasst. Damit ist der Biber nicht nur ein Ökosystem-Ingenieur, sondern eine Schlüsselart, die eine zentrale Bedeutung im Verständnis und im Management unserer Auen einnehmen sollte. 

 

 

Aktiv für Fledermausschutz

Stand in der Weilheimer Fußgängerzone. Von links Knut Neubeck (Exkursionsleiter und Initiator der Aktion), Anja Schierloh (2. Vorsitzende der Regionalgruppe) interessierte Standbesucherin und Bernadette Wimmer (AK-Fledermausexpertin). (Foto: Wegmann)
Stand in der Weilheimer Fußgängerzone. Von links Knut Neubeck (Exkursionsleiter und Initiator der Aktion), Anja Schierloh (2. Vorsitzende der Regionalgruppe) interessierte Standbesucherin und Bernadette Wimmer (AK-Fledermausexpertin). (Foto: Wegmann)

Am letzten August-Wochenende fand die 20. europäische Fledermausnacht (European Batnight) statt. Rund um den Termin und auch später gab und gibt es viele Veranstaltungen vom LBV, s. auch unter lbv.de

 

Wir waren am Fr., 26. August mit zwei Fledermaus-Veranstaltungen in Weilheim.

 

Fledermaus-Infostand in der Fußgängerzone: Trotz der Hitze kamen einige Interessierte und informierten sich über die geheimnisvolle Welt der Fledermäuse. Ein Hingucker waren einige unterschiedliche Fledermaus-Präparate: anhand dieser Präparate konnte vieles erklärt und gezeigt werden. Bei den Kindern kamen die Papier-Fledermäuse zum Basteln sehr gut an. Für Groß und Klein gab es auch noch ein Quiz mit Preisen.

 

Fledermaus-Exkursion in der Weilheimer Au: Der Exkursionsleiter Dr. Knut Neubeck gab erst einen Überblick zu dieser faszinierenden Tierart und stellte die wichtigsten heimischen Arten vor. In der beginnenden Dämmerung ging es dann mit 38 Personen, darunter einige Kinder, los zur Sichtung der fliegenden Säugetiere. Mit Hilfe eines Batdetectors wurden die lautlosen Rufe hörbar gemacht, was die Sichtung erleichterte. Im freien Gelände zeigten sich z.B. einige Zwerg-Fledermäuse und an den Weihern jagten viele Wasser-Fledermäuse knapp über der Wasseroberfläche. Die boten eine beeindruckende Flugschau.

Aktionsteilnehmer (Foto: Wegmann)
Aktionsteilnehmer (Foto: Wegmann)
Knut Neubeck (links) und Anja Schierloh unterstützen beim basteln (Foto: Wegmann)
Knut Neubeck (links) und Anja Schierloh unterstützen beim basteln (Foto: Wegmann)

Fledermaus-Exkursion in der Weilheimer Au: Der Exkursionsleiter Dr. Knut Neubeck gab erst einen Überblick zu dieser faszinierenden Tierart und stellte die wichtigsten heimischen Arten vor. In der beginnenden Dämmerung ging es dann mit 38 Personen, darunter einige Kinder, los zur Sichtung der fliegenden Säugetiere. Mit Hilfe eines Batdetectors wurden die lautlosen Rufe hörbar gemacht, was die Sichtung erleichterte. Im freien Gelände zeigten sich z.B. einige Zwerg-Fledermäuse und an den Weihern jagten viele Wasser-Fledermäuse knapp über der Wasseroberfläche. Die boten eine beeindruckende Flugschau.

Fledermausexkursion mit Knut Neubesck (Foto: Wegmann)
Fledermausexkursion mit Knut Neubesck (Foto: Wegmann)

Tümpel für die Gelbbauchunken an der Ammer

Alexandra Rieg (LBV-Regionalvorstandsmitglied) und Revierleiter Hans Peter Schöler begutachten die Gelbbauchunkentümpel (Foto: Schödl)
Alexandra Rieg (LBV-Regionalvorstandsmitglied) und Revierleiter Hans Peter Schöler begutachten die Gelbbauchunkentümpel (Foto: Schödl)
Gelbbauchunke
Gelbbauchunke

Die Bestandssituation der Gelbauchunke gilt in Deutschland, der Schweiz und Österreich als bedenklich. In Bayern ist sie in der Roten-Liste als "stark gefährdet" eingestuft. Durch die Verbreitungsbeschränkung auf Europa - sie gilt für Europa als endemische Amphibienart - ist sie Anhangsart der FFH-Richtlinie. Solch ein FFH-Gebiet liegt an der Ammer vor und hier gibt es auch noch Gelbbauchunken.

Gelbbauchunken nutzen zwischen April und August an der Ammer oft Pfützen auf den Wegen und am Wegesrand. Darin laichen sie ab und nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven. In ein bis zwei Monaten können sich in diesen Pfützen Jungtiere entwickeln. Viele dieser Kleinstgewässer trocknen aber auch wieder aus oder werden mit Fahrzeugen durchfahren.

Deshalb sind die Tümpel an der Kiesgrube am Schnalzwehr, die von den Bayerischen Staatforsten (BaySF) über forsteigene Naturschutzgelder aus dem Förderprogramm „Besondere Gemeinwohlleistungen im Staatswald" in Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz e.V. (LBV) hergerichtet wurden wertvolle Trittsteine der Verbreitung. Hier wurden kleine Laichgewässser geschaffen werden, die nicht betriebsbedingt in Kürze wieder verschwinden müssen. Außerhalb der Forstwege werden sie auch nicht befahren. So können sich die Gelbbauchunken dort sicher entwickeln und weitere Flächen besiedeln.

Die Tümpel wurden im Auftrag der BaySF in einen ehemaligen Kiesdamm gegraben. Der Antransport und das Auskleiden durch lehmiges Material wurde vom LBV mit Hilfe vieler ehrenamtlicher Helfer im Herbst durchgeführt. Neben der LBV-Kindergruppe Hohenpeißenberg halfen auch Asylsuchende aus Peiting. Über den Winter zeigte sich, dass der Untergrund noch zu wenig verdichtet war, um das Wasser dauerhaft zu halten. Mit der nachträglichen Verdichtung stehen den kleinen Amphibien nun acht kleine Tümpel zur Verfügung, in die die ersten schon eingezogen sind.

 

 

Peiting, 28.7.2016

Kulturknall 2016

LBV-Stand auf dem Kulturknall-Festival in Murnau 

 

Wir waren mit einem großen Aktions- und Infostand beim Kinder-Kulturknall beteiligt.

Themen waren diesmal der Stieglitz, Vogel des Jahres und die dazugehörige Wildblumenaktion Bunte Meter.

Wie beim ganzen Kulturknall herrschte auch bei unseren Ständen beste Stimmung. Unsere acht! Standhelferinnen informierten viele interessierte Besucher und unser Bastelstand kam sehr gut an. Zeitweise hatten gar nicht alle Kinder Platz zum Basteln. Die bunten Stieglitze waren der Renner, sie begeisterten Jung und Alt.

Hier einige Impressionen:

Unsere Vorstandsdamen am Infotisch, li. 2. Vorsitzende Anja Schierloh, re. Schriftführerin Alexandra Rieg (Foto: Wegmann)
Unsere Vorstandsdamen am Infotisch, li. 2. Vorsitzende Anja Schierloh, re. Schriftführerin Alexandra Rieg (Foto: Wegmann)
Kinder-Basteltisch: Anja bereitet Stieglitze vor zum Ausmalen (Foto: Wegmann)
Kinder-Basteltisch: Anja bereitet Stieglitze vor zum Ausmalen (Foto: Wegmann)
Vater und Tochter zeigen ihre gebastelten Samenbomben her und freuen sich schon auf die Wildblumen in ihrem Garten (Foto: Wegmann)
Vater und Tochter zeigen ihre gebastelten Samenbomben her und freuen sich schon auf die Wildblumen in ihrem Garten (Foto: Wegmann)
So macht der Stand-Abbau auch Spaß: Die nassen Planen werden ausgeschüttelt. Von li. Monika Bruchertseifer, Thea Wolf und Brigitte Wegmann (Foto: Bartl)
So macht der Stand-Abbau auch Spaß: Die nassen Planen werden ausgeschüttelt. Von li. Monika Bruchertseifer, Thea Wolf und Brigitte Wegmann (Foto: Bartl)

Tag der Familie am Sa., 04. Juni in Weilheim – eine rundum gelungene Veranstaltung

Standteam: v. li. Monika Kornherr mit Tochter Nina, Monika Bruchertseifer und Thea Wolf (NAJU-Regionalbetreuerin) - (Foto: Wegmann)
Standteam: v. li. Monika Kornherr mit Tochter Nina, Monika Bruchertseifer und Thea Wolf (NAJU-Regionalbetreuerin) - (Foto: Wegmann)
Teilnehmer erforschen Wasserinsekten (Foto: Wegmann)
Teilnehmer erforschen Wasserinsekten (Foto: Wegmann)

 

Die Stadt Weilheim und der Landkreis WM-SOG organisierten diese „Familienmesse“,  die bei gutem Wetter und guter Stimmung viel Publikum anzog.

Über 50 Organisationen boten von 11 - 17 Uhr rund um die Stadthalle vielfältige (Mitmach-) Aktionen und Vorführungen für Kinder und Familien an.

 

Wir waren zusammen mit der Bezirksgeschäftsstelle Oberbayern und der NAJU (Naturschutzjugend) mit einem großen Aktions- und Infostand zur Umweltbildung vertreten:

- In einem kleinen Aquarium wurden Wasserlebewesen beobachtet, gekeschert und anschließend mikroskopiert.

- Bei einem Glücksrad gab es ein Fragespiel zu Pflanzen und Tieren.

- Wir informierten rund um den Stieglitz, den Vogel des Jahres und die dazugehörige Wildblumen-Aktion „Bunte Meter“. Kinder bastelten dazu aus Wildblumensamen und Lehm Samenbomben und konnten Stieglitze ausschneiden und bemalen.

 

Unser Stand hatte einen guten Zulauf, zeitweise standen die Kinder zum Basteln an.

Auch die Landrätin Andrea Jochner-Weiß stattete uns einen Besuch ab und bedankte sich für unser Engagement.

Beim Basteln der "Samenbomben" (Foto: Wegmann)
Beim Basteln der "Samenbomben" (Foto: Wegmann)
Die Landrätin Andrea Jochner-Weiß besucht den LBV-Stand, re. Brigitte Wegmann (Foto: Wolf)
Die Landrätin Andrea Jochner-Weiß besucht den LBV-Stand, re. Brigitte Wegmann (Foto: Wolf)

Saatkrähen im TV

TV-Dokumentation "Krähen - unheimlich, ungeliebt, unterschätzt"

Sendung vom 17. Mai im BR Fernsehen.

 

 

Nachwahlen bei der Regionalgruppe

Von links: Referent beim Monatsvortrag Dr. Andreas Zehm, Hans-Joachim Fünfstück (1. Vorsitzender, Anja Schierloh (2. Vorsitzende) und Alexandra Rieg (Schriftführerin); (Foto: Schödl)
Von links: Referent beim Monatsvortrag Dr. Andreas Zehm, Hans-Joachim Fünfstück    (1. Vorsitzender, Anja Schierloh (2. Vorsitzende) und Alexandra Rieg (Schriftführerin); (Foto: Schödl)

 

Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 2. Mai 2016 wurde Anja Schierloh als 2. Vorsitzende und Alexandra Rieg als Schriftführerin in die Vorstandschaft gewählt.

Der ausscheidende ehemalige 2. Vorsitzende Peter Neumann wurde Beisitzer, Andreas Mühlbacher und Marion Fünfstück Delegierte. Hier geht's zur kompletten Vorstandschaft.

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